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WC-Papier und WC-Papierspender

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WC-Papier, die alltägliche Rolle

Es ist stets griffbereit – doch ist es aus, dann ist die Not groß.

Das WC-Papier, auch Toiletten- oder Klopapier genannt, ist ein Papier, das speziell zur Körpersäuberung nach dem Toilettengang hergestellt wird, wobei es so konzipiert ist, dass es sich bereits in der Kanalisation auflöst. In manchen Teilen Europas, z.B. in Italien, Griechenland und Teilen Frankreichs, darf es allerdings immer noch nicht über die Kanalisation entsorgt werden. WC-Papier ist gewöhnlich auf Papierrollen aufgewickelt und in verschiedenen Lagen erhältlich. Damit man die individuell benötigte Papiermenge  besser abreißen kann, sind in regelmäßigen Abständen Perforationen eingearbeitet. So entstehen die sogenannten WC-Papier-Blätter, welche, je nach Hersteller, ca. 12,5 - 14 cm lang und 9,5 - 10,5 cm breit sind.

Erhältlich ist WC-Papier in verschiedenen Lagen, ein- bis  fünflagig. Je mehr Lagen das Papier enthält, desto teurer aber auch stabiler ist es. WC-Papier wird aus Zellstoff hergestellt. Es wird an der Oberfläche bedruckt und geprägt, wodurch eine  noch höhere Festigkeit des einzelnen WC-Blattes erzielt wird. Käuflich zu erwerben ist es in Packungen, die meist zwischen acht und zehn Rollen WC-Papier enthalten.

Zur WC-Papier- Herstellung wird vor allem Laubholz benötigt, da sich die ca. 1 mm kurzen Fasern für diese Produktion am besten eignen. Es werden vor allem Fichten, Birken, Kiefern und in kleineren Mengen, Eukalyptusbäume dazu verarbeitet. Die Bäume stammen teilweise aus deutschen, häufig aus Wäldern fernerer Länder, wo sie illegal gerodet werden. Wer die Umwelt schonen will, kann beim Kauf aber auf nachhaltige Forstwirtschaft achten. In diesem Falle muss der Waldbestand erhalten bleiben, d.h. abgeholzte Bäume müssen ersetzt werden. Dazu sollte  man aber auf Hinweise auf der Packung achten.

Bei der Verarbeitung der Bäume fallen verschiedene Pflanzenstoffe an, wie z.B. Lignine (lat. Holz). Hierbei handelt es sich um organische Verbindungen, die die Bäume enthalten und die für deren Stabilität sorgen. Bei der Produktion von Zellstoff wird das Holz gekocht, wobei diese Pflanzenstoffe  nicht vollständig vom Holz gelöst werden können, was dem Zellstoff eine dunkle Verfärbung verleiht. Um diese zu beseitigen, wird anschließend gebleicht. Ein Vorgang, der nicht nur die Farbe des Zellstoffes ändert, sondern ihn auch um einiges saugfähiger und weicher macht.

Bis 2005 wurde ausschließlich mit Chlor gebleicht, was enorme  Auswirkungen auf Mensch und Natur hatte. Heute werden zum Teil noch chlorhaltige  Verbindungen verwendet, die aber um einiges umweltverträglicher sind. Man findet sowohl WC-Papier, das ECF-gebleicht wird (Elementar-Chlor-Frei), wobei Hypochlorit oder Chlordioxid verwendet wird, als auch das TCF-gebleichte WC-Papier (Total-Chlor-Frei), bei dem mit Sauerstoff, Ozon oder Wasserstoffperoxid gearbeitet wird.

Alternativ zu herkömmlich verarbeitetem WC-Papier kann man Produkte aus Altpapier verwenden. Hierbei werden deutlich weniger Rohstoffe und Energie benötigt. Das recycelte WC-Papier steht dem aus Frischholz hergestellten WC-Papier qualitativ in nichts mehr nach. Es ist auch nachgewiesen, dass sich durch die hohe Verarbeitungstemperatur keine Keime  oder Bakterien halten bzw. bilden können.
Wer sich aktiv am Umweltschutz beteiligen möchte, sollte beim Kauf auf WC-Papier mit dem „blauem Engel“ achten.

Auch wird mittlerweile darauf geachtet, sorgsamer mit dem Wasserverbrauch umzugehen und die Abwässer umweltverträglicher zu entsorgen. Die anfallenden Reststoffe des Holzes und Überstände der Laugen werden in Heizkraftwerken verbrannt. Natürlich ging es früher auch ohne WC-Papier. Die antiken Griechen benutzten abgeschliffene Steinscherben, die Römer Naturschwämme, die sie in Salzwasser  tauchten. Im Orient nahm man Sand und in Arabien bis heute noch die linke Hand zum Abputzen.

In Europa verwendete man Moos oder Stroh, später Lappen oder gesammelte Blätter. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts zerschnitten die Menschen Zeitungen, die sie zur Säuberung nach dem Toilettengang benutzten. Während sich hier mit allerlei anderen Möglichkeiten beholfen wurde, wurde das WC-Papier bereits im 6. Jahrhundert von dem Gelehrten Yan Zhitui in China erwähnt.

Eine unvorstellbare Menge an WC-Papier wurde im frühen 14. Jahrhundert in China benutzt, Aufzeichnungen beschreiben eine Produktion von mehreren Millionen Packungen pro Jahr.
Das erste industriell produzierte WC-Papier war 1857 in den USA erhältlich. Hierbei handelte es sich um einzelne Blätter, die sich, getränkt mit Aloe, in einer Schachtel befanden. Hergestellt wurde es von Joseph Gayetty. Unser herkömmliches WC-Papier, perforiert und aufgerollt, wie wir es heute kennen, stammt von der Scott Paper Company aus dem Jahre 1890.

Hans Klenk, aus dessen Namen später die Marke  „Hakle“  entstand, gründete 1928 in Deutschland die erste Fabrik für WC-Papier. Sie befand sich in Ludwigsburg, zog später nach Mainz um. Das damalige WC-Papier war eine Rolle raues Krepp – trotzdem eine Erfindung, die begeistert – dankbar angenommen wurde. Erst in den späten 50er Jahren eroberte das aus Amerika kommende Tissue den deutschen Markt. Als Tissue-Papier wird weicher, mehrlagiger Zellstoff bezeichnet.

Mittlerweile gibt es WC-Papier in den unterschiedlichsten Farben und Düften, wobei vor parfümierten Papieren dauerhaft abgeraten wird, da sie Allergien auslösen können. Auch WC-Papier mit antibakteriellen Zusätzen wird nicht empfohlen. Farblich können wir heute das Papier auf die Toilette abstimmen, oder sich mit darauf gedruckten Mustern, Sprüchen, Witzen oder Sudokus die Zeit vertreiben.

Weltweit gehören Schweden und die USA zu den größten WC-Papier Herstellern.